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12 Karl Magazin
❯ biologischer Abfallprodukte Sauerstoff und Nahrungsmittel produziert.Wichtig mit Blick auf künftige Langzeitaufent- halte von Menschen im All, bei denen Transport
und Gesundheit der Raumfahrtbesatzungen si-
chergestellt werden müssen.
Ein Modell des neuartigen Biosatelliten heißt
Besucher in der Eingangshalle des DLR-Labor- gebäudes willkommen – direkt neben Mascot und Philae und vor einer wandbreiten Origi- nalaufnahme der Marsober äche.An der Decke schweben der Satellit Aisat und das imposante Modell einer Spaceshuttleturbine. Dem Space- shuttle ist übrigens sogar das Gebäude selbst nachempfunden. Die Wände in den Gängen gleichen einem Sternenhimmel. Da kann ja die Arbeit nur Spaß machen.
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SONDENMATERIAL.
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kg
Wobei: stimmt nicht ganz. Die Weltraumsi- mulationsanlage etwa, eine Thermalvakuum-
kammer in der Form einer riesigen Metallkapsel,
in der Satellitensysteme unter unterschiedlichen Temperatur- und Luftbedingungen getestet
werden, macht einen ohrenbetäubenden Lärm.
Die Lande- und Mobilitätstestanlage, kurz LAMA, verlässt man nach getaner Arbeit durchaus mal von oben bis unten eingestaubt, denn sie gleicht einem großen Sandkasten – mit einem Sand allerdings, der so feinstaubig ist wie auf dem Mond oder Mars. „Der Staub setzt sich überall ab, alle Ober-  ächen werden auf Dauer geschädigt“, erklärt Schanz. Die LAMA erlaubt Landeexperimente mithilfe eines Roboters,
der sogar die Schwerkraft des Mondes simulieren kann. Der- zeit steht hier ein imposanter Bohrer, den die NASA noch dieses Jahr auf den Mars schicken wird.
kosmische strahlung ganz nah
Der Mars ist Spezialthema im Bremer Schülerlabor DLR- School-Lab, das den Nachwuchs an die Raumfahrt heran- führt. Leiter Dr. Dirk Stiefs empfängt uns in einer dunklen Kammer mit Kuppeldach. Ein Mini-Planetarium? Zwischen den Sternen huscht hier und da ein lilafarbener Schweif durchs Bild. „Das sind kosmische Strahlen, unsichtbare Teil- chen, die ständig aus dem All auf die Erde und durch uns hindurchschießen“, erklärt Stiefs. Durch uns hindurch? „Wir merken davon nichts“, beruhigt er. Nach einem Tag verlas- sen Stiefs’ Schützlinge das DLR meist rundum begeistert.
Es gäbe noch viel zu sehen – das Kryo-Labor, den Absor- bungsraum oder den 16 Tonnen schweren Granittisch für Luftkissensimulationen. Doch irgendwann ruft das Irdische zurück. Wenn wir mal wieder zurück wollen ins All, kom- men wir ganz sicher wieder, denn eins ist inzwischen klar: Der schnellste Weg dorthin geht über Bremen.
fORSCHunG, LabOR & auSbILDunG...
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zwei zentner waren mal das Limit für die Entwickler von Mascot. nur ein zehntel davon benötigten die bremer Wis- senschaftler, um die komplette Technik in eine kleine, würfel- förmige Sonde zu packen


































































































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