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karl Magazin 35
„Wie plane und strukturiere ich einen Produktionsprozess? Darum geht es“
Prof. Dr.-ing. Ulrich DeUtschle
shades of grey: die einhandzone
Auf der Arbeitsplatte stechen Farbfelder ins Auge. Direkt vor dem Sitz leuchtet ein Oval gelb mit der Ziffer 1 darin. Um das Oval herum strahlt es hellblau, markiert mit einer 2. Links und rechts gehen bogenförmig zwei Flächen in grauer Schattierung nach außen. Sie tragen die Ziffern 3 und 4. Die Legende zur Tischdekoration ist ebenfalls auf der Tischplatte zu  nden.
Das gelbe Oval ist das Arbeitszentrum, in blau präsentiert sich das erweiterte Arbeitszentrum, die beiden Shades of Grey kennzeichnen Einhandzone und erweiterte Einhand- zone. In anderen Worten: Im gelben und blauen Bereich
sollte die hauptsächliche Arbeit statt nden, weil die Arbeits- kraft dort am einfachsten mit beiden Händen operieren kann. Die beiden grauen Abschnitte sind eher als temporäre Ablage gedacht oder ein suboptimaler Arbeitsbereich, weil die Arbeitskraft hier nicht so einfach mit beiden Händen zupacken kann.
einordnen, bewerten, oPtimieren
Johannes Schäfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Deutschle, setzt sich an den Tisch aus der Sintro-Serie von Karl und demonstriert: Er nimmt sich die benötig- ten Teile für den Starkstromstecker aus den optimal plat- zierten Kleinteilboxen, zieht den elektrischen Schrauber herunter und dann die Schrauben fest. Zuvor hat er sich die Arbeitsleuchte Tameto von Waldmann eingestellt und die Sitzhilfe aus der Neon-Serie von Bimos positioniert. Jede Veränderung der Anordnung, das wird schnell klar, hat Aus- wirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitskraft und damit auch auf das Produkt. „Jeder der vier Arbeitsschritte ❯
Prozesse im Griff.
professor dr.-ing. ulrich deutschle mit seinem mitar- beiter Johannes schäfer im ergonomie-labor der fH w-s in schweinfurt
foto: patrick merck


































































































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