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❯ – ob es das Festziehen der innenliegenden Schrauben oder das Zusammenstecken der Einzelteile ist – hat seine festen Abläufe, braucht seine Zeit“, kommentiert Deutschle, der seinem Mitarbeiter über die Schulter schaut. Und alles lasse sich eben dokumentieren, einordnen, bewerten und opti- mieren.
drei auf einen schlag
Ausgestattet wurde das Ergonomie-Labor mit Unterstüt- zung vom Teamwork Forum Arbeitsplatzgestaltung, in dem sich die Firma Karl gemeinsam mit dem Arbeitsstuhlspezia- listen Bimos und dem Leuchtenhersteller Waldmann zusam- mengeschlossen hat.Teamwork versteht sich als Forum für Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung und schlägt den Bo- gen zwischen Industrie, Forschung und Herstellern. Doch auch wenn das Ergonomielabor von den Teamwork-Part- nern unterstützt wurde – es sei ein reines Forschungslabor und kein externes Entwicklungszentrum der Unternehmen. Darauf legt Deutschle großen Wert. „Wir sind eine Ein- richtung der Hochschule. Bei uns geht es um angewandte Forschung und Lehre, das heißt, dass wir an Forschungsthe- men arbeiten, die in der Industrie nachgefragt und umge- setzt werden.“
Schäfer hat mittlerweile den nächsten Stecker in der Hand. Um seine Arbeit zu erledigen, muss er weder aufste-
Alles im Griff. farbzonen kenn- zeichnen die arbeitsbereiche. gelb ist der zentrale arbeitsbe- reich, blau der erweiterte. die beiden grauen flächen de nieren die einhandzone
hen noch sich unnötig strecken. Der Arbeitsplatz ist optimal auf seine Belange eingestellt.Alle händischenTätigkeiten ge- schehen im gelben oder blauen Sektor, die nicht benötigten Teile warten in einer der beiden Einhandzonen und über allem schwebt griffbereit der Schrauber. Die Sitzhöhe passt und das Licht blendet nicht. „Das wäre ein guter Arbeitsplatz für genau diese Tätigkeit“, sagt Deutschle.
Dass Karl gemeinsam mit Waldmann und Bimos in das Ergonomie-Labor investiert, liege nicht zuletzt an Hans Jür- gen Neupert, berichtet Deutschle. Der Leiter Marketing und Vertrieb bei Karl ist Absolvent der FH W-S und „hatte einer Pressenotiz entnommen, dass wir hier ein Ergonomie-Labor zur Arbeitsplatzgestaltung planen“. Daraufhin habe Neupert einfach Kontakt aufgenommen und die Verbindung zwi- schen Hochschule und Teamwork stand. Deutschle: „Es hat einfach gepasst.“
forscHung für morgen
die HocHscHule würzburg-scHweinfurt wurde 1971 mit zwei standorten gegründet. 9100 stu- dierende und 200 professoren macHen sie Heute zu einer der grössten HocHscHulen für ange- wandte wissenscHaften in bayern.
fotos: patrick merck


































































































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