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karl Magazin
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vom manager zum managermacHer wurde
Prof. dr. ulrich deutSchle
weil seine frau iHm diesen weg aufzeigte. Heute profitieren studenten in scHweinfurt von seinem internationalen know-How
inTerview geführt von Patrick Merck
Seine beru icheVita liest sich spannend:Als interna- tional erfolgreicher Manager war Professor Dr.-Ing. Ulrich Deutschle sowohl in der Automobilbranche als auch in der Medizintechnik aktiv und erfolg-
reich, arbeitete in den USA, in Spanien und Österreich. 2011 der Umbruch: Er wird Professor an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FH W-S). Ein Sprung ins kalte Was- ser, wie der gebürtige Würzburger heute zugibt.
herr Professor deutschle, erst general electric, dann behr und jetzt schweinfurt statt usa. ihr lebenslauf schaut spannend aus – aber warum hat schweinfurt die metropolen dieser erde ausgestochen?
Da haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt. Man hin- terfragt sich und seine Position ja immer mal wieder. Ich wollte unter anderem mehr planbare Zeit mit meiner Fami- lie verbringen. Und im Zuge so einer Phase  el diese Ent- scheidung.Wobei sie ohne meine Frau nie so gefallen wäre.
wie darf man das verstehen?
Kirsten, meine Frau, hat mich einfach explizit darauf hin- gewiesen, dass ich gut und auch gern erkläre. Sie war der Meinung, dass ich mein Wissen und meine Erfahrung doch auch anderweitig weitergeben könne. Also habe ich mich bei verschiedenen Hochschulen beworben. Als die Zusage aus Schweinfurt kam, war das natürlich toll. Die Hochschule
ist für mich gut zu erreichen und als Würzburger fühle ich mich hier auch sonst sehr wohl.
das klingt einleuchtend. war denn der sprung von der industrie hinters Pult schwierig?
Jeder Wechsel im Beruf ist ein Sprung ins kalte Wasser. Das war hier auch der Fall, bloß war das Wasser vielleicht ein bisschen kälter. Lehre funktioniert anders als praktisches Be- triebsmanagement. Es sind ganz andere Herausforderungen und auch die handelnden Personen sind nicht zu verglei- chen. Ich musste das erst lernen. Manchmal war ich meinen Studenten nur ein paar Seiten im Lehrbuch voraus.
„Wir belegen eine Nische, aber es ist eine Nische, die nachgefragt wird!“ Prof. Dr.-ing. Ulrich DeUtschle
seit 2011 lehren sie fabrikplanung und industrial engineering, Qualitätsmanagement und lean Pro- duction – eine menge holz.
...und noch nicht alles. Dazu kommen noch Querverbin- dungen zu den Bereichen meiner Kollegen aus dem Wirt-
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foto: teamwork forum


































































































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