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Eine 3D-Animation eines Skeletts, die krumme Wirbelsäule ist orange hervorgehoben.

Präzises Arbeiten stellt besondere Anforderungen an die Ergonomie. Erfahren Sie, worauf es bei ergonomischen Arbeitsplätzen in der Elektronikfertigung ankommt, welche Rolle der ESD-Schutz spielt und wie sich beide Anforderungen sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Ergonomie in der Elektronikfertigung: Darauf kommt es an

Was einen ergonomischen Arbeitsplatz ausmacht, hängt von der Tätigkeit ab. In der Elektronikfertigung kommt es auf Präzision an. Während sich ergonomische Maßnahmen daher weniger auf Themen wie richtig heben konzentrieren, sind Sehabstand, Greifräume und Sitzposition umso wichtiger.

Wer detailgenau arbeitet, rückt unbewusst näher an das Werkstück. Das Ergebnis: hochgezogene Schultern, gebeugter Rücken, geringer Sehabstand. Wird diese Haltung lange Zeit beibehalten, kann das auf Dauer zu Muskel-Skelett-Erkrankungen mit chronischen Schmerzen führen. Im schlimmsten Fall entstehen bleibende gesundheitliche Schäden und damit verbundene längere Fehlzeiten. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz sollte deshalb neben der korrekten Sitzposition auch Anpassungen an Tätigkeit und Mitarbeitenden ermöglichen.

So entsteht ein ergonomischer Arbeitsplatz

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist ganzheitlich gedacht. Er umfasst alle Bereiche der Arbeitsumgebung:

  • Sitzposition und Höhe: Ober- und Unterarme liegen bei geradem Rücken im 90°-Winkel auf der Arbeitsfläche. Ober- und Unterschenkel stehen im 90°-Winkel zueinander.
  • Richtig stehen: Ober- und Unterarme bilden auch hier ungefähr einen 90°-Winkel auf der Arbeitsfläche. Die Wirbelsäule bleibt aufrecht.
  • Positionswechsel: Nutzen Sie die Vorteile eines höhenverstellbaren Arbeitstischs. Wechseln Sie zwischen Stehen und Sitzen. Stehen Sie nie zu lange.
  • Greifraum und Bewegung: Platzieren Sie häufig genutzte Arbeitsmittel innerhalb des direkten Blick- und Greifbereichs.
  • Umgebung: Nicht zu hell und nicht zu dunkel – stellen Sie das Licht so ein, dass es die Arbeitsfläche optimal ausleuchtet. So müssen Sie selbst bei präzisen Arbeiten nicht zu nah an das Werkstück heranrücken.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Ergonomie-Check für industrielle Arbeitsplätze.

Ein gelbes Band kennzeichnet eine Industriehalle als ESD-geschützte Zone.

Ergonomie allein reicht nicht: ESD-Schutz mitdenken

Ergonomie allein macht jedoch noch keinen geeigneten Arbeitsplatz für die Elektronikfertigung. Denn neben dem Menschen müssen hier auch die empfindlichen Bauteile geschützt werden. Damit kommt eine zweite Anforderung ins Spiel: ESD-Sicherheit.

ESD steht für Electrostatic Discharge – also die elektrostatische Entladung. Sie tritt unsichtbar auf und sorgt dafür, dass sensible elektronische Bauteile nicht mehr zuverlässig funktionieren. Diese Schäden werden oft erst vom Endkäufer bemerkt.

Um elektrostatische Entladung zu verhindern, setzt man in sogenannten Electrostatic Protected Areas auf bestimmte Kleidung, Materialien und Oberflächenbehandlungen. Grundsätzlich gilt: Alle Elemente einer EPA müssen auf einem gemeinsamen Erdungspotenzial liegen – vom Bodenbelag über Tisch und Stuhl bis zur Person am Arbeitsplatz. Ein solcher ESD Arbeitstisch ist zum Beispiel der TriMax von KARL. 

Ergonomie und ESD-Sicherheit kombiniert: TriMax

Bei der Wahl des richtigen Arbeitsplatzsystems für die Elektronikfertigung kommt es also auf Ergonomie und ESD-Sicherheit an. Dementsprechend benötigen Sie Möbel, die sowohl ESD-sicher behandelt wurden als auch den ergonomischen Prinzipien entsprechen.

Ein Arbeitsplatzsystem, das diese Anforderungen miteinander verbindet, ist TriMax von KARL. Er ist speziell auf Hightech-Umgebungen ausgelegt, in denen täglich mit sensiblen elektronischen Komponenten gearbeitet wird. In Sachen ESD-Sicherheit entspricht er dem höchsten Standard. Gleichzeitig kommt auch die Ergonomie nicht zu kurz. Mehrere Arbeitshöhen lassen sich individuell einstellen und speichern. Der Arbeitstisch ist außerdem modular konzipiert: Elemente lassen sich für unterschiedliche Greifräume werkzeuglos und unkompliziert anordnen.

Fazit: Der richtige Arbeitsplatz vereint Ergonomie und ESD-Sicherheit

Klar ist: In der Elektronikfertigung kann weder auf ESD-Sicherheit noch auf Ergonomie verzichtet werden. Während der ESD-Schutz sensible Bauteile vor elektrostatischer Entladung schützt, trägt eine ergonomische Gestaltung dazu bei, die körperliche Belastung der Mitarbeitenden zu reduzieren.

Ein geeigneter Arbeitsplatz erfüllt von Haus aus beide Anforderungen. Individuell einstellbare Arbeitshöhen, optimierte Greifräume und eine passende Beleuchtung schaffen gute Voraussetzungen für präzises Arbeiten. Und genau das ist in der Elektronikfertigung gefragt.

Checkliste: Ist Ihr Arbeitsplatz für die Elektronikfertigung geeignet?

  1. Lässt sich die Arbeitshöhe individuell einstellen?
  2. Können Beschäftigte zwischen Sitzen und Stehen wechseln?
  3. Lassen sich Werkzeuge innerhalb sinnvoller Greifräume positionieren?
  4. Ist eine geeignete Beleuchtung vorhanden?
  5. Ist das gesamte System für den Einsatz in einer EPA ausgelegt?

Es gibt noch Optimierungsbedarf? Wir unterstützen Sie gern bei der Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes in der Elektronikfertigung.

Häufige Fragen

Die Kosten für ein Arbeitsplatzsystem hängen stark von der gewählten Ausstattung und der technischen Komplexität ab. In der Regel bewegen sich die Investitionen pro Arbeitsplatz zwischen 1.000 Euro und 6.000 Euro. Da alle unsere Produkte konsequent modular aufgebaut sind, lässt sich jedes System individuell konfigurieren. Wir produzieren den perfekten Arbeitsplatz nach den Ihren speziellen Bedürfnissen.

Ja, KARL ist europaweit der führende Spezialist für ESD-gerechte Arbeitsplatzsysteme. Unsere Systeme erfüllen die strengen Anforderungen der DIN EN 61340-5-1 Norm und nutzen leitfähige Materialien wie HPL-Tischplatten und ableitfähige Pulverbeschichtungen, um sensible Elektronik zuverlässig zu schützen.

Ja. Unsere Systeme sind so konzipiert, dass sie Arbeitsabläufe unterstützen, Greifräume optimieren und körperliche Belastungen reduzieren.

Ja, unsere Arbeitstische verfügen über eine stufenlose Höhenverstellung. Je nach System ist das elektrisch oder manuell möglich. Dadurch können sie an unterschiedliche Körpergrößen sowie an Sitz- und Stehpositionen angepasst werden.

Unsere KARL-Systeme sind branchenübergreifend nutzbar. Die Lösungen kommen daher z.B. im Labor, in der Elektronikfertigung, in der Rüstungsindustrie und in der Logisitk zum Einsatz. Durch ihre Flexibilität lassen sie sich an unterschiedliche Anforderungen und Arbeitsumgebungen anpassen.

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